Seminarprogramm

Kinderwunsch Info Weekend im März 2021

Das Kinderwunsch Info Weekend findet am 20. und 21. März 2021 in Zürich statt. Reservieren Sie hier Ihre Tickets und erhalten Sie regelmässig updates über das Referatsprogramm und die teilnehmenden Spezialisten.

Am Kinderwunsch Info Weekend informieren Gesundheitsexperten, Ärzte, Fachberater, Kliniken und Organisationen in vielen Vorträgen und pesönlichen Gesprächen über alles rund um das Thema Kinderwunsch. Fachleute aus vielen Ländern werden vertreten sein und freuen sich auf den Austausch rund ums Thema Kinderwunsch. Bestellen Sie das laufend aktualisierte Referatsprogramm: info@airdoc.ch.

Unter anderen auch die Fertilitätsprofis unserer Premium Sponsoren IVF Spain und Clinica Tambre, beide aus Spanien, die Klinik Nadezhda aus Bulgarien und die Reproduktionsspezialisten von Ferticare aus der Tschechischen Republik.

Das Kinderwunsch Info Weekend ist eine Orientierungshilfe für alle Besucher. Für Verheiratete, Unverheiratete, Singles, Homosexuelle und Personen reiferen Alters. Sie erfahren, welche Behandlungen im In- und Ausland möglich sind, welche Kosten entstehen und wie man die richtige Klinik auswählt. Es bietet neben der medizinischen Orientierungshilfe auch Transparenz in rechtlichen Belangen.

An den umfangreichen Vortragsreihen – über 20 Referate pro Tag – werden die Fachleute zudem über moderne Methoden der Reproduktionsbehandlung, Sperma- und Eizellenspende, Leihmutterschaft, rechtliche Aspekte und Ansätze aus der Naturheilpraxis referieren.  Die Spezialisten stehen während dem Wochenende auch gerne für weitergehende Fragen zur Verfügung. 

Fortschritt in der Reproduktionsmedizin

Die Reproduktionsmedizin schreitet dank der Fortschritte, die in Biologie, Ingenieurwesen, Informatik, Genetik und Pharmakologie erzielt werden, rasant vorwärts. Einige Referate zeigen die neuesten Errungenschaften, welche heute im klinischen Alltag routinemäßig angewendet werden. An Beispielen wir Embryonen das Blastozystenstadium erreichen und was erforderlich ist, um sie zu erhalten. Ebenso, wie relevant der Einfluss des IVF Labors ist und wie es die Reproduktionseffizienz erhöht.

Biologisches Alter

Das Durchschnittsalter der Mütter ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Rein biologisch liegt das optimale Alter einer Frau für eine Schwangerschaft im Durchschnitt zwischen 19 und 24 Jahren. Welchen Einfluss hat das Alter auf den Kinderwunsch und welche Probleme können auftreten? Was kann man vorkehren? Das durchschnittliche Alter einer Erstgebärenden in Europa liegt heute bereits bei etwa 30 Jahren – Tendenz steigend. Durch diesen soziodemografischen Wandel kommt es zur Verschiebung von Kinderwunsch und Elternschafft und damit zu einem Anstieg des mütterlichen Alters beim ersten Kind. Welchen Einfluss hat das Alter auf den Kinderwunsch und welche Probleme können auftreten? Was kann man vorkehren?

Social Freezing

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat sich der Kinderwunsch in eine spätere Lebensphase verschoben. Mit zunehmendem Lebensalter der Frau nimmt sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Eizellen ab. Dieser demographische Wandel hat dazu geführt, dass das sogenannte „Social Freezing“ zunehmend als Option wahrgenommen wird, um die Chancen für eine erfolgreiche Schwangerschaft auch bei spätem Kinderwunsch zu erhöhen. Social Freezing bezeichnet das vorsorgliche Einfrieren (Vitrifizieren) von unbefruchteten Eizellen ohne medizinische Indikation. Diese Möglichkeit gibt Frauen, die sich ihren Kinderwunsch aktuell nicht erfüllen können, größere Chancen auf eine Schwangerschaft jenseits des Alters von 35 Jahren.

Spermienqualität

Die Gesellschaft und die Medizin konzentrieren sich fast ausschließlich darauf die Frauen zu unterstützen und diese zu behandeln. Obwohl der prozentuale Anteil der männlichen Unfruchtbarkeit ebenso hoch ist wie der weibliche, wird die Unterstützung und Therapie der männlichen Infertilität häufig übersehen. Und das obwohl sich die Qualität der Spermien in den letzten 40 Jahren um ca. 50% verschlechtert hat. Mit geeigneten Therapieansätzen kann die Spermienqualität positive beeinflusst werden.

Ernährung

Mit einem gesundheitsbewussten Lebensstil und einer ausgewogenen Ernährung trägt man viel zu einer gesunden Empfängnis bei. Von besonderer Bedeutung für die Frau ist dabei ebenso eine angemessene Versorgung mit Mikronährstoffen oder auch ein gezieltes Diätmanagement. Aber auch die ernährungsmedizinische Unterstützung für den männlichen Partner werden thematisiert.

Erfolglose Therapien

Leider gibt es einige Paare, welche mehrere frustrierte IVF/ICSI Behandlungen hinter sich haben und sich fragen, welche anderen Methoden allenfalls in Anspruch genommen werden können. Sollen sie es überhaupt nochmalig mit den eigenen Eizellen versuchen oder sollen sie vielleicht doch den nächsten Schritt gehen und die Eizellspende in Anspruch nehmen?

Fruchtbarkeit auf natürlichem Weg

Eintauchen in die Welt der Alternativmedizin, Komplementärmedizin oder Naturheilkunde und auf natürlichem Wege Gesundheit & Fruchtbarkeit finden. Erfahrungsmedizinische Richtungen sind bis 2000 Jahre alt und in verschiedenen Kulturen unabhängig gewachsen. In Europa die traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN) und Homöopathie. In China die traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und in Indien ist es Ayurveda. Jede Richtung ist ein in sich abgeschlossenes System und arbeitet mit unterschiedlichen Werkzeugen. Das gemeinsame Ziel ist es, die Gesundheit auf natürlichem Weg zu erhalten oder wiederherstellen. Fruchtbarkeit resultiert aus Gesundheit, Gleichgewicht, Einklang.

Fertility-Yoga

Yoga, als altindische Lehre, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. Angestrebt wird eine verbesserte Vitalität und gleichzeitig eine Haltung der inneren Gelassenheit und damit eine Deblockierung. In der integrativen Medizin, welche die Vorteile sowohl der konventionellen als auch der komplementären Medizin miteinander in Einklang bringt, gehören spezifische Yogaübungen zu den am häufigsten integrierten Elementen.

Kinderwunsch Erfüllung im In- und Ausland

Leider klappt es nicht immer auf natürlichem Weg mit dem Wunschbaby. Und oft gelingt es nur mit Behandlungsmethoden, die in der Schweiz nicht erlaubt sind. Andere Länder haben bereits seit Jahrzehnten sehr liberale gesetzliche Bestimmungen und daher ebenso lange Erfahrung mit den uns verschlossenen Fertilitätsbehandlungen. Intensive Forschungsarbeiten, modernste medizinische Infrastruktur und eine grosse Anzahl erfahrener Spezialisten erklären denn auch die guten Erfolgsraten dieser Kliniken.

Bei der künstlichen Befruchtung existieren verschiedene Methoden, mit denen die Spezialisten der Samen- und der Eizelle etwas nachhelfen können. Die jeweilige individuelle Situation des Paares bestimmt die richtige Form der assisitierten Reproduktionstechnik (ART).

IVF (In-Vitro-Fertilisation)

Bei der IVF werden der Frau nach vorheriger Stimulation Eizellen entnommen, welche dann im Labor mit dem Samen des Mannes vereint werden. Die Befruchtung verläuft autonom, ohne weitere medizinische Unterstützung. Nach ein paar Tagen wird das Embryo in die Gebärmutter übertragen.

Präimplantationsdiagnostik (PID)

Bei der Implantationsdiagnostik werden die Gene des Embryos genau unter die Lupe genommen, bevor man ihn in die Gebärmutter einpflanzt. Der Embryo wird dazu mehrere Tage kultiviert. Für die genetische Untersuchung werden ihm in der Regel zwei Zellen entnommen, die entweder auf Chromosomenfehlverteilungen oder einen spezifischen Gendefekt untersucht werden. Liegt kein auffälliger Befund vor, wird der Embryo in die Gebärmutter eingesetzt.

ICSI (Intra-Cytoplasmatische-Spermien-Injektion)

Sofern keine Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch diagnostiziert werden kann, stellt die ICSI eine weitere Option dar. Der Ablauf ist ähnlich wie bei der IVF. Allerdings hilft man bei der Befruchtung nach, in dem man im Labor das Spermium in die Eizelle injektiert. Ebenfalls nach ein paar Tagen wird dann das Embryo in die Gebärmutter überführt. Die Erfolgsraten bei IVF und ICSI hängen stark vom Alter der Patientin ab. Im internationalen Durchschnitt rechnet man mit ca. 20-30% Schwangerschaftsrate pro Transfer.

Blastozyten-Transfer

Anstatt wie bei der IVF achtzellige Embryonen in die Gebärmutter einzusetzen, lässt man Zellen reifen, bis sie zu Blastozysten geworden sind. Das sind Embryonen zwischen dem vierten und dem siebten Tag der Entwicklung, die bereits unterschiedliche Zelltypen entwickelt haben. Nur widerstandsfähige Embryonen entwickeln sich in Laborbedingungen so weit. Nach der Untersuchung werden die Chancenreichsten in die Gebärmutter eingesetzt

Samenspende

Wer sich mit Spendersamen für eine Kinderwunschbehandlung beschäftigt, hat viele Fragen. Wer sind die Spender? Welche Motive hat ein Spender? Welchen Prozess muss ein Spender durchlaufen um als Spender zugelassen zu werden? Welche Informationen über den Spender sind erhältlich? Welche gesetzlichen Bestimmungen bsp. zur Anonymität oder Nicht-Anonymität gibt es?

Eizellenspende

Eine der gängigen und erfolgreichen Behandlungsmethoden im Ausland ist die Eizellen-Spende. Mit der können sich Frauen, die beispielsweise aufgrund ihres Alters oder einer Hormonstörung keine fruchtbaren Eizellen haben, ihren Kinderwunsch erfüllen. Dabei unterzieht sich die Spenderin zuerst einer Hormontherapie und lässt sich dann die Eizellen entnehmen. Diese werden mit dem Samen des Wunschvaters befruchtet und danach bei der Wunschmutter eingesetzt. In der Schweiz ist die Eizellenspende verboten aber unter anderem in Spanien, Russland, Ukraine, USA und der Tschechischen Republik erlaubt.

Embryonen-Spende

Die Embryonen-Spende entstand im Rahmen der IVF (In-Vitro-Fertilisation) oder ICSI (Intra-Cytoplasmatische-Spermien-Injektion) Behandlungen. Oft werden mehr Eizellen befruchtet als für die Kinderwunsch-Behandlung benötigt werden – oder dürfen. Die «überzähligen» Embryonen können gespendet werden und stehen so anderen Wunscheltern zur Verfügung. Länder, die das seit Jahren erfolgreich anwenden sind beispielsweise Spanien und die Tschechische Republik.

Leihmutterschaft

Wenn eine Frau aus medizinischen Gründen selber kein Kind mehr austragen kann, ist eine Leihmutter oft die letzte Möglichkeit den Kinderwunsch doch noch zu erfüllten. Eine Leihmutter trägt das Baby für eine andere Frau aus. Das ist in der Schweiz ebenfalls verboten aber unter anderem in den USA, Griechenland, Russland und in der Ukraine erlaubt. Bei einer sogenannten Gestationsleihmutterschaft beispielsweise, ist das Wunschkind auch das genetische Kind des Paars. Die zukünftige Mutter lässt sich eine Eizelle entnehmen, diese wird im Labor von ihrem Partner befruchtet und dann in die Gebärmutter der Leihmutter eingesetzt. Das Kind ist somit nicht mit der Frau, die es zur Welt bringt, verwandt. Der gesamte Prozess ist aber nicht nur medizinisch, sondern auch rechtlich relativ komplex. Damit die Anerkennung der Elternschaft im Heimatland gelingt, benötigt es frühzeitig umfassende, rechtliche Beratung. Der frühzeitige Einbezug heimischer Juristen ist daher sehr empfehlenswert.